Warum die Ortung über die Kosten entscheidet
Ein Rohrbruch zeigt sich selten dort, wo er entsteht. Wasser läuft in der Dämmschicht weiter, kriecht an Leitungen entlang und tritt Meter entfernt an die Oberfläche. Wer nach dem feuchten Fleck aufstemmt, öffnet oft an der falschen Stelle — und mehrfach.
Als Versicherungsnehmer sind Sie verpflichtet, schadenmindernd zu handeln. Eine qualifizierte Ortung gehört dazu: Sie hält die Öffnung klein und damit die Wiederherstellung günstig.
Wir orten nach aktuellem technischen Stand und bilden unsere Mitarbeiter und Systempartner regelmäßig in der DÖLCO Schadenakademie in Freiburg weiter. Über die Ortung hinaus beraten wir zu Trocknung, Wiederherstellung und Abwicklung mit Ihrer Versicherung.

So läuft eine Ortung ab
1. Eingrenzen
Zuerst messen wir die Feuchte mit minimalinvasiven Geräten — etwa dem Kugelkopfmessgerät oder dem Widerstandsmessgerät über gut zugängliche Randbereiche. Diese erste Eingrenzung dient der Orientierung: wie weit reicht der Schaden überhaupt.
2. Verfahren wählen
Je nach Bauart, Leitungsart und Zugänglichkeit kommt ein anderes Verfahren zum Zug. Häufig kombinieren wir mehrere, weil sich die Ergebnisse gegenseitig bestätigen müssen.
3. Orten
Die Leckstelle wird so weit eingegrenzt, dass eine einzige Öffnung genügt. Das ist der eigentliche Wert der Ortung.
4. Bericht
Sie erhalten den Bericht unmittelbar nach der Ortung. Wir arbeiten mit der zentralen DÖLCO-Schadenmanager-Software — der Bericht geht auf Wunsch direkt an Ihre Versicherung.
Die Verfahren im Einzelnen
Feuchtemessung
Kapazitive Messung, Widerstandsmessung, Ausgleichsfeuchte und die CM-Messung nach der Calciumcarbid-Methode. Damit klären wir, wo Feuchte sitzt und wie viel — die Grundlage jeder weiteren Entscheidung.
Elektroakustische Leckortung
Das Horchgerät macht Austritts- und Tropfgeräusche hörbar. Ein hochpräzises Kontaktmikrofon nimmt den Körperschall von Wänden und Böden auf, ein Verstärker mit Frequenzauswahl gibt das Signal an den Kopfhörer weiter. Über das Geräusch lässt sich die Stelle einkreisen.
Infrarot-Thermografie
Leckagen erzeugen Temperaturunterschiede. Warmwasser-, Heizungs- und Fußbodenheizungsleitungen zeigen sich damit oft schnell und präzise. Auch Kaltwasserleitungen lassen sich erkennen, und an feuchten Wandflächen wird die Verdunstungskälte sichtbar. Wir setzen Wärmebildkameras mit hoher thermischer Empfindlichkeit ein; das Ergebnis ist ein Falschfarbenbild, das Thermogramm.
Tracergas- und Spürgasverfahren
In die entleerte Leitung wird Formiergas gefüllt. Wasserstoff hat einen sehr kleinen Atomradius und durchdringt poröse Baustoffe gut — an der Austrittsstelle weisen ihn hochpräzise Detektoren nach. Damit lassen sich auch schwierige Fälle lösen.
Druckprobe und Verlustmengenmessung
Die Leitung wird unter definierten Druck gesetzt. Aus dem Druckabfall und der Verlustmenge ergibt sich, ob und wie stark ein Abschnitt undicht ist — oft der erste Schritt, um den betroffenen Strang einzugrenzen.
Endoskopie und Videoendoskopie
Über kleine Bohrungen schauen wir in Hohlräume, Schächte und abgehängte Decken, ohne sie zu öffnen. Was dort steht oder tropft, ist auf dem Bild direkt zu sehen.
Rohrkamerabefahrung
In Abwasser- und Grundleitungen fährt eine Kamera die Leitung ab. Risse, Scherbenbildung, Wurzeleinwuchs und Muffenversatz sind so lokalisierbar — samt Angabe der Position.
Fluorescein-Farbprobe
Ein fluoreszierender Farbstoff wird dem Wasser zugegeben und tritt an der Leckstelle aus. Unter UV-Licht leuchtet er deutlich sichtbar auf. Besonders geeignet, wenn mehrere Leitungen infrage kommen und geklärt werden muss, welche es ist.
Elektrische Rohrleitungsortung
Mit dem Rohrortungsgerät bestimmen wir den Verlauf metallischer Leitungen im Bauteil. Das klingt banal, entscheidet aber oft darüber, ob die Öffnung an der richtigen Stelle sitzt.
Radiometrische Feuchtemessung
Die Neutronensonde misst Feuchte auch tief im Bauteil, ohne es zu öffnen. In Verbindung mit einer Rastermessung entsteht daraus eine Auswertung, die den durchfeuchteten Bereich flächig abbildet.
Kellerabdichtungsprüfung
Über elektrische Leitfähigkeitsmessung im Innenbereich prüfen wir, ob Wasser von außen eindringt — die Abgrenzung zwischen Leitungswasserschaden und drückendem Wasser ist für die Versicherung entscheidend.
Womit wir arbeiten
- Feuchtemessung, kapazitiv und über Widerstand
- Ausgleichsfeuchte- und CM-Messung
- Elektroakustische Leckortung
- Infrarot-Thermografie
- Tracergas- und Spürgasverfahren
- Druckprobe und Verlustmengenmessung
- Endoskopie und Videoendoskopie
- Rohrkamerabefahrung
- Fluorescein-Farbprobe
- Elektrische Rohrleitungsortung
- Radiometrische Feuchtemessung mit Neutronensonde
- Kellerabdichtungsprüfung

Kostenlose Beratung im Schadensfall
Die DÖLCO Schadenzentrale in Freiburg berät Sie zu Ihrem Schadensfall — was jetzt zu tun ist, was die Versicherung braucht, wer vor Ort übernimmt.
24 Stunden an 7 Tagen · oder per E-Mail an schaden@doelco.de
Ortung beauftragen
DÖLCO GmbH
Gewerbestraße 19
79112 Freiburg-Opfingen
Telefon: 07664 50559-0
Hotline: 0800 50559 99
E-Mail: schaden@doelco.de
Bundesweit über 800 Stützpunkte. Den Betrieb für Ihre Region finden Sie in der Partnerübersicht — oder Sie rufen die Zentrale an, dann übernehmen wir die Vermittlung.
